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Beitrag in: IQ Netzwerk Baden-Württemberg | Newsletter 03/2018

IQ landesweit:

Faire Integration Vertragsstrafe und Kündigung statt Lohn – ein Fallbeispiel Von Tülay Güner (adis e.V. / mira – Mit Recht bei der Arbeit)

Herr H. suchte unsere Beratungsstelle auf, nachdem ihm fristlos gekündigt worden war und er seinen letzten Monatslohn nicht erhalten hatte. Herr H. erklärte, dass die Kündigung an dem Tag erfolgte, an dem er sich ordnungsgemäß und unter Vorlage einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung krankgemeldet hatte. Mehr als die Kündigung machte ihm zu schaffen, dass die Leiharbeitsfirma sich weigerte, ihm seinen letzten Monatslohn zu zahlen. Die Überprüfung des Kündigungsschreibens und der letzten Lohnabrechnung ergab, dass die Leiharbeitsfirma Herrn H. eine Vertragsstrafe in Höhe von 2000 Euro auferlegt hatte, da Herr H. unentschuldigt
gefehlt habe. Diese Strafe verrechnete die Leiharbeitsfirma mit dem letzten Monatsgehalt von Herrn H., sodass am Ende Herr H. seinem ehemaligen Arbeitgeber Geld schuldete. Dieses Verhalten der Leiharbeitsfirma war unzulässig. Auf Wunsch von Herrn H. schickte unsere Beratungsstelle der Leiharbeitsfirma ein Mahnschreiben mit dem Hinweis auf die rechtliche Lage und unter Fristsetzung. Sollte die Leiharbeitsfirma nicht reagieren und den Lohn nicht auszahlen, werden wir Herrn H. dabei unterstützen, seinen Lohnanspruch gerichtlich geltend zu machen. Der Fall von Herrn H. ist kein Einzelfall. Es haben sich mittlerweile zwei weitere Ge
flüchtete bei uns gemeldet, die bei derselben Leiharbeitsfirma beschäftigt waren und mit exakt derselben Begründung ihr letztes Monatsgehalt nicht ausbezahlt bekommen haben. Regelmäßig kommt es auch vor, dass der Arbeitgeber die Geflüchteten 2 bis 3 Monate arbeiten lässt, ihnen in dieser Zeit aber ihren Lohn nicht zahlt oder nur einen kleinen Teil und ihnen dann noch innerhalb der Probezeit kündigt. Diese Arbeitgeber setzen darauf, dass sich die Geflüchteten mit großer Wahrscheinlichkeit nicht dagegen wehren werden.

Tülay Güner info [at] mira-beratung [dot] de Telefon 0711 98693974

Hilfe bei Problemen am Arbeitsplatz – mira im SWR-Interview

Seit Juni gibt es in Stuttgart die Beratungsstelle “mira”: Hier wird zum Beispiel Flüchtlingen geholfen, wenn der Chef ihnen den Lohn nicht zahlen will. Das Projekt… (zum Radiobeitrag)

Offene Sprechstunde

Dienstag und Mittwoch von 14:00 Uhr bis 16:00 Uhr und Donnerstags von 10:00 bis 12:00 Uhr sind wir in unserem Büro im DGB-Haus in Stuttgart erreichbar. Telefonisch oder Persönlich. Sie können aber gerne auch Termine an anderen Tagen und Uhrzeiten mit uns ausmachen.

Sie erreichen uns per Mail und per Telefon:

Willi-Bleicher-Haus

6. Etage

Willi-Bleicher-Straße 20

70174 Stuttgart

info [at] mira-beratung [dot] de

(+49)711 98 693 974

Das Willi-Bleicher Haus ist in 15 min zu Fuß vom Hauptbahnhof Stuttgart

zu erreichen oder mit der U-Bahn, 1 Station bis Haltestelle Börse/ Börsenplatz.

 

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Einladung zur EröffnungLogo von mira: Mit RECHT bei der ARBEIT

Sehr geehrter Damen und Herren,
liebe Mitstreiter* innen und Freund*innen,

hiermit möchten wir Sie gerne einladen zur Eröffnungsveranstaltung für unsere Beratungsstelle mira – Mit Recht bei der Arbeit!

Wann: Donnerstag, den 21.06.2018 von 16.00 bis 18.00 Uhr
Wo: DGB Gewerkschaftshaus, Foyer, Willi-Bleicher-Str. 20, 70174 Stuttgart

Begrüßung:
Gabriele Frenzer Wolf, Stellvertretende Vorsitzende DGB Baden-Württemberg
Hüseyin Ertunç, Gesamtkoordinierung IQ Netzwerk Baden-Württemberg

Vorstellung von mira:
Träger, Beratungsteam, Zielsetzung, Aufgaben

Themeninseln:
Austausch zu Bedarfe, Erreichbarkeit und Kooperationen

Ausklang:
Kleiner Imbiss im 6. OG in den mira-Räumen
Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Bitte teilen Sie uns bis zum 11.06.2018 per Email an eva [dot] mattausch [at] nw-ad [dot] de mit, ob Sie kommen können. Danke!

Mit freundlichen Grüßen,
Andreas Foitzik, adis e.V.,
Doris Köhncke, vij e.V.,
Wolfgang Herrmann, Kath. Betriebsseelsorge
und das mira-Beratungsteam Cemile Baykal, Tülay Güner, Tarek Khallouf, Carsten Matthias, Björn Scherer

Bitte beachten Sie: Von der Veranstaltung erstellen wir Bildmaterial. Mit Ihrer Anmeldung erklären Sie sich einverstanden, dass wir gegebenenfalls Bild- und Filmmaterial veröffentlichen, auf denen Sie erkennbar sind.

Logo des Netzwerks IQ BAden-Württemberg

Logo von adis e.V. * Antidiskriminierung * Empowerment * Praxisentwicklung Logo der Betriebsseelsorge Logo der Betriebsseelsorge der Diozöse Rottenburg-Stuttgart Logo des Vereins für internationale Jugendarbeit Logo des Zweckerfüllungsfonds FlüchtlingsHilfe der Diözese Rottenburg-Stuttgart

Logoleiste von IQ, Integration durch Qualifikation